Katholische Pfarrgemeinde
Mariä Himmelfahrt
Türkenfeld
www.pfarrgemeinde-tuerkenfeld.de


 

Baugeschichte und Bedeutung unserer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

1489

Bau der Türkenfelder Pfarrkirche als spätgotischer Hallenbau

1754-1766

Umbau im Stil des Rokoko

Beteiligte Künstler waren u.a. die Maler J.B. Baader ("Lechhansl") und C.T. Scheffler, der Bildhauer J. Luidl und der Stukkateur F.X. Schmuzer aus der Wessobrunner Schule

1766

Anbau der Marienkapelle

1804

Anbau der Sakristei

1804/5

Hochaltar durch J. Sporer, Wessobrunn

1805

Anbau der Kreuzkapelle

1812

Seitenaltäre

1843/1867

erste Restaurierungsarbeiten

1889

grundlegende Renovierung mit Eingriffen in die Fresken und Anbau des Vorzeichens im Westen

1909 und 1953

Renovierungen mit teilweiser Wiederherstellung der Originalfarben

1957, 1975, 1983

Renovierungen Außen und Holzschutz

1998

Turmrenovierung im Zuge des Dorfjubiläums

2004

Abschluss der Dachstuhlsanierung und Innenrenovation

2007

Neugestaltung d. Altarraumes und der Sakristei
>> Sonderpfarrbrief zur Altarweihe [pdf] - klick hier

Eine der herausragenden Qualitäten der Türkenfelder Kirche ist sicher die konsequente Umsetzung eines Themas, des Rosenkranzes. Auf dem Fresko der Langhausdecke ist es Maria selbst, die als Himmelskönigin dem heiligen Dominikus den Rosenkranz Übergibt, dessen Orden sich sehr für diese Gebetsform einsetzte.

Schon hier Übernimmt das Volk begeistert und ehrfürchtig den Rosenkranz. Im Deckenfresko des Chorraums wird er in der Hand einer dramatisch betenden Frau endgültig zur Hilfe in Not und Bedrängnis, symbolisiert durch den Drachen am Bildrand. Wie auch die Rosenkranz betende Familie von Burgholz, deren Gebet sie sicher durch die Franzosenkriege brachte, ist sie eine Identifikationsfigur für die Gläubigen damals wie heute. Dies war sicher ein wichtiges Anliegen der hiesigen Rosenkranzbruderschaft, die an der Umgestaltung der Kirche im 18. Jahrhundert beteiligt war.

Aber auch andere Figuren der Türkenfelder Kirche laden dazu ein, sich in allerlei Anliegen an himmlische Patrone zu wenden. Die Nothelferinnen Katharina (ursprüngliches Patrozinium der Kirche) und Barbara im Hochaltar gaben und geben den Menschen bei zahlreichen Krankheiten Kraft. Am rechten Seitenaltar dominieren die "Viehheiligen" Silvester (zugleich Ortsheiliger), Antonius Eremita und Magnus oder Leonhard. Sie alle geben Einblick in die konkreten Nöte des Alltags einer dörflichen Gemeinde, die sich stets bewusst war, zu einem gelingenden Leben Gottes Beistand zu brauchen.

Mit den Darstellungen der Mitglieder der Heiligen Sippe am linken Seitenaltar und denen Marias vorwiegend als Himmelskönigin wird aber der Blick in typisch barockem Denken in die Höhe gelenkt. Daseinsfreude und Jenseitssehnsucht, Alltagsnöte und himmlische Freude vermischen sich hier zu einem Raumkonzept, das damals wie heute für gläubige Menschen etwas zu sagen hat. (Text: Regina Weis)


>> Predigt von Erzabt Jeremias Schröder zur Wiedereröffnung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt am 01. August 2004 [pdf] - klick hier

>> Wikipedia-Eintrag zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt - klick
hier

>> Festschrift zur Renovierung und Wiedereröffnung der Pfarrkirche (1,3 MB) - klick hier
(Hinweis: Es handelt sich um eine “zip-Datei”, in der wiederum die einzelnen Pdf-Dateien enthalten sind. Zum Öffnen dieser Datei wird ein Dekomprimierungsprogramm wie z. B. WINZIP benötig. Ein Freeware-Tool kann unter www.7-zip.org heruntergeladen werden)
 

Bild (Staffler): Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt - Türkenfeld


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